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Die getragene Treue
„Eine poetische Ethik der menschlichen Wirklichkeit“

Die getragene Treue
Wo Distanz entsteht, wird Begegnung möglich. Der zweite Band richtet den Blick auf den Anderen: auf die Verpflichtung, die aus seiner Andersheit erwächst, und auf die Frage, wie Beziehung bestehen kann, ohne den Anderen zu vereinnahmen.
Treue bedeutet hier nicht Besitz und nicht die Aufhebung der Grenze. Sie bedeutet, beim Anderen zu bleiben, gerade weil er nicht verfügbar ist. Sie ist ein Aushalten von Nähe und Fremdheit, von Verletzlichkeit und Verantwortung – eine Ethik des Bleibens, ohne den Anderen zu besitzen.
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